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Europäisches Jugendtreffen Taizé in Basel – ein Abenteuer des Vertrauens

Christoph und Marei Studer Gladen beherbergten sechs Gäste: «Ein ‹Abenteuer des Vertrauens›, das uns berührt und bereichert hat.»

«Sie sind da» – mit dieser Mitteilung am Telefon erfahren wir, dass die ersten unserer Gäste am Empfangsstand in der Predigerkirche eingetroffen sind; bald schon klingelt es zum ersten Mal an unserer Haustür und nur wenig später sind alle unsere sechs Gäste bei uns angekommen: Zwei aus Holland, zwei aus Rumänien und ein junges Ehepaar aus Litauen – das «Abenteuer des Vertrauens» konnte beginnen.

In den folgenden Tagen frühstücken wir gemeinsam, geniessen ein Fondue (what else?) und stossen in den frühen Morgenstunden des 1. Januar auf das neue Jahr an – wir geniessen die jugendlich-internationale Atmosphäre in unserem Haus, unsere Gäste die familiär geprägte Unterkunft … und alle geniessen wir das gegenseitige Vertrauen.

Am ersten Abend nehmen auch wir am Taizé-Abendgebet in der St. Jakobshalle teil. Das Erleben von so vielen jungen Menschen, die aufmerksam und innig dem Gebet der Taizé-Brüder folgen und in die ruhigen Gesänge einstimmen, ist beeindruckend – auch wenn wir feststellen, dass diese Art von Frömmigkeit nicht die unsere ist. Und auch in unserer Predigerkirche haben wir noch nie so viele Menschen versammelt gesehen!

Die Stadt ist voller junger Menschen! Mal sind sie einfach, mal sehr ele-gant gekleidet, einmal tragen sie eine Tasche, ein andermal einen schweren Rucksack mit Schlafsack und Iso-matte, sie bestaunen das Rathaus, sind zielstrebig unterwegs oder wirken etwas ratlos, einige Sprachen können wir einordnen, andere sind uns völlig fremd – aber auch hier weht ein lebendig-ruhiger Geist.

Selbst die Angestellte im renommierten Tea-Room scheint von diesem Geist angesteckt: Zwar würden sich an einem Tisch im engen und voll besetzten Lokal sechs junge Leute EINEN heissen Tee teilen: «Aber wissen Sie, die kommen vielleicht ein andermal zurück und gönnen sich dann etwas Grösseres!»

Am Orgel-Workshop in der Predigerkirche war für uns das Zwiegespräch zwischen den verschiedenen Orgeln bis hin zum Taizé-Magnificat, in welches schliesslich die Stimmen aller Kirchenbesucher einfielen, etwas vom Beeindruckendsten und – eine ganz persönliche Bemerkung – berührte sanft unsere Frömmigkeit.

Das Europäische Jungendtreffen endet für uns und unsere Gäste mit dem Abschlussgebet am Mittag des Neujahrtages. Wir verabschieden uns von ihnen, indem wir uns gegenseitig als Segen ein Kreuz mit dem Finger auf die Stirn zeichnen. Und mit der gleichen Geste segnen wir auch unsere Nächsten. Das Taizé-Jugendtreffen hat uns mit Menschen aus Europa verbunden, es hat uns aber auch
innerhalb der Gemeinde näher zusammengeführt.

Christoph und Marei Studer Gladen

 
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