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Laut verschiedenen christlichen Hilfsorganisationen sind es weltweit die Christen, die gegenwärtig wegen ihres Glaubens am häufigsten verfolgt werden. Das christkatholische Hilfswerk «Partner sein» finanziert deshalb auch Projekte zugunsten von verfolgten Christen mit.

 

Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Judenvernichtung. Solche Schlagworte höre ich manchmal als Argumente, verbunden mit einer gewissen moralischen Empörung, wenn ich davon spreche, dass es Christinnen und Christen sind, welche heutzutage aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit weltweit am meisten Verfolgung, Vertreibung und Misshandlung erfahren. Im Nahen Osten, der Wiege des Christentums, wo Jesus Christus lebte und wirkte, werden und wurden hunderttausende Christen aufgrund ihres Glaubens planmässig drangsaliert, verfolgt, attackiert, vertrieben und ermordet. Aber auch anderswo: Zu den Ländern Syrien, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan gesellen sich Nordkorea, Eritrea, Libyen, Somalia, Sudan… Weltweit sind es gemäss dem Hilfswerk «Open Doors» hundert Millionen Menschen, die aus ihren Heimatländern vertrieben werden weil sie Christen sind. Gewiss, davon sind auch Angehörige anderer Religionen betroffen. Aber zahlenmässig in überwiegender Mehrheit Christinnen und Christen.

Hilfe für verfolgte Christen trotz eigener Vergangenheit

Für manchen ist das überraschend. Unterdessen sind viele Menschen in der Schweiz und in anderen westlichen Ländern hellhörig geworden und auch zur Hilfe bereit. Das ist nicht selbstverständlich, denn bei uns sind die Christen als Volksmehrheit seit jeher darin erzogen, gegenüber Minderheiten moralisch in der Schuld zu stehen. Denn es waren zweifelsfrei Angehörige der christlichen Religion, die in der Vergangenheit die schlimmsten Verbrechen an anderen Menschen aufgrund deren Religionszugehörigkeit begingen. Dieses Denkmuster, diffuse Schuldgefühle mit schlechtem Gewissen sowie eine eingeübte politisch korrekte Toleranz bewirken, dass das Andere mehr geachtet wird als das Eigene. Dass aber auch unsereins verfolgt sein könnte, fällt aus dem Blick; das Wort «Christenverfolgung» war bis vor Kurzem tabu.

Umdenken bei Hilfswerken für Solidarität unter Christen

Sogar explizit christliche Hilfswerke hielten sich bisher streng an die Maxime, Hilfe sei unabhängig von religiöser, politischer und ethnischer Zugehörigkeit zu leisten; als einziges Kriterium galt die Hilfsbedürftigkeit.

Dass es jedoch ausgerechnet die Religionszugehörigkeit ist, die zur Hilfsbedürftigkeit führt, und dazu fatalerweise auch noch die christliche, das mussten bei uns viele Menschen und sogar Mitarbeitende christlicher Hilfswerke zuerst wieder lernen. Ebenso, dass die Angst vor Selbstbezogenheit hier hindert, das Richtige zu tun und diesen Menschen in ihrer Not beizustehen – und zwar nicht obwohl sie Christen sind, sondern weil sie Christen sind. Dazu ist es für Christen auf der Flucht verständlicherweise schwer nachvollziehbar, weshalb ihr Schicksal ausgerechnet bei jenen kaum Beachtung finden soll, von denen sie natürlicherweise am meisten Beachtung erwarten.

Partner sein unterstützt Projekte anderer Hilfswerke

Neben verschiedenen anderen Hilfswerken hat auch das christkatholische Hilfswerk «Partner sein» die Not und die Bedürfnisse verfolgter Christinnen und Christen im Nahen Osten in den Blick genommen. Kleinheit und Milizsystem des Hilfswerks verunmöglichen, zeitnah eigene Projekte in den betroffenen Regionen aufzubauen. Aber es kann Hilfswerke, die vor Ort überzeugende Projekte erfolgreich betreiben, unterstützen und sie mit Mitteln fördern.

Effektive Hilfe ist gezielte Hilfe! Da in vielen Ländern verschiedenste Hilfswerke manch gutes Projekt betreiben, hat sich «Partner sein» die Auswahl von Projektpartner und zu unterstüt-zendem Projekt gut überlegt.

Entsprechend dem Grundsatz, sich auf die Bereiche Gesundheitsförderung, Bildung und Linderung von Armut zu fokussieren, fiel die Wahl auf ein Projekt des Middle East Concil of Churches in Beirut zugunsten schwer erkrankter Christinnen und Christen, die aus Syrien in den Libanon geflohen sind und sich die dringend benötigte medizinische Behandlung und Medikamente selbst nicht leisten können. Dieses Projekt wurde 2017 mit 5000 Franken unterstützt und wird auch 2018 seitens «Partner sein» weiter gefördert. Weitere 5000 Franken setzt «Partner sein» für ein Projekt des Hilfswerks «Jesuiten weltweit» zugunsten syrischer Flüchtlinge im Libanon ein. Hier kommt die Hilfe den Bedürf-tigsten – unabhängig von deren Religion – zugute.

Jede Spende zählt

Liebe Leserin, lieber Leser, es ist selbstverständlich: Um solche Hilfe effektiv leisten zu können, ist «Partner sein» auf Ihre Unterstützung angewiesen. Sehr herzlich bitten wir Sie um Ihre Spende, sei es direkt auf das Konto von «Partner sein» mit dem Vermerk «SP 01 Christliche Flüchtlinge» (siehe unten) oder im Rahmen der ökumenischen Kampagne in der kommenden Fastenzeit auf das Konto Ihrer christkatholischen Kirchgemeinde.

Pfr. Peter Grüter


Christkatholisches Hilfswerk Partner sein

Postkonto 25-10000-5 • IBAN CH32 0900 0000 2501 0000 5

Vermerk «SP 01 Christliche Flüchtlinge»

www.partner-sein.ch

 
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