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Medienmitteilung

Bern – 06.06.2015. Nicht nur die heissen Temperaturen, sondern auch die kontroversen Diskussionen brachten die Synodalen, die sich am 5. und 6. Juni in Luzern zur 147. Session der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz trafen zum Schwitzen.

Der Synode wurden zwei von der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz zum Abschluss gebrachte bilaterale Dialoge zur Stellungnahme vorgelegt.

Das Eingehen einer Kirchengemeinschaft mit der Syrischen Mar Thoma Kirche wurde von den Synodalen als verfrüht betrachtet. Nach eingehender Diskussion wurde ein Antrag gutgeheissen, der von der Bischofskonferenz fordert, vor einem Entscheid die Meinung der Internationalen Theologenkonferenz zu den vorliegenden Dialogtexten einzuholen. Ausserdem sollen diese Texte auch von der Pastoralkonferenz der Christkatholischen Kirche behandelt werden. Der Synode sollen die Resultate dieser Studien an der nächsten Session vorgelegt werden, damit sie eine bessere Grundlage für eine Stellungnahme hat.

Die Wiederaufnahme der Polnischen Altkatholischen Kirche der Mariaviten in die Utrechter Union wurde sehr kritisch betrachtet und warf viele Fragen auf. Sie drehten sich vor allem um die Lehre dieser Kirche und um die – gemäss altkatholischer Ekklesiologie - Unvereinbarkeit der Existenz zweier verschiedener altkatholischer Kirchen im selben Land. Aufgrund der Tatsache, dass auch innerhalb der Mariavitischen Kirche noch grosser Klärungsbedarf besteht, verzichtete die Synode auf eine Stellungnahme und beschloss damit, die weitere Entwicklung abzuwarten.

Einiges zur Reden gab auch Um- und Ausbau des Bischöflichen Ordinariates in Bern. In Frage gestellt wurde vor allem die Notwendigkeit des teuren Ausbaus für einen behindertengerechten Zugang mit integriertem Parkplatz. Schliesslich wurde dem Projekt aber in vollen Umfang zugestimmt.

Die Schaffung eines Medienabonnementes, das alle kirchlichen Publikationen, sowie die elektronischen Medien beinhaltete wurde ein weiteres Mal an Bischof und Synodalrat rücküberwiesen. Der Antrag muss der Synode an der nächsten Session mit einer transparenteren Kostenaufstellung erneut vorgelegt werden. Es wurde allerdings bereits jetzt beschlossen, dass das seit 1891 erscheinende Christkatholische Jahrbuch nicht mehr erscheinen wird.

Die anderen Berichte wurden von der Synode wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Die nächste Session der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz wird am 27. und 28. Mai 2016 in Solothurn stattfinden.

Bern, den 6. Juni 2015

Maja Weyerman
Informationsbeauftragte der Christkatholischen Kirche der Schweiz

 
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