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«Selig seid ihr»

(Mt 5,11)

 

Anfang November wird vielerorts der Toten gedacht. Dabei kommt oft ein Fest zu kurz, das am 1. November im liturgischen Kalender steht: Allerheiligen. Anders als Allerseelen, das erst einen Tag später gefeiert wird, stellt dieses Fest alle Heiligen in den Vordergrund. Gelesen werden die Seligpreisungen – einer der schönsten Texte der Bibel. Wer ist es, den Jesus seligpreist? Die geistlich Armen, die Leidtragenden, die Sanftmütigen, die nach Gerechtigkeit Dürstenden, die Barmherzigen, diejenigen die reinen Herzens sind, die Friedensstifter und die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; auch wir, wenn uns die Menschen um Jesu willen verfolgen und allerlei Böses gegen uns reden … ?

Eine bunte Mischung von Menschen ist das: Leidtragende gibt es viele auf der Welt, Friedensstifter dagegen wenige. Alle zusammen – das sind wir, die Kirche, ja alle Menschen, die sich Gott zuwenden können im Leid oder in Sehnsucht nach Frieden. Selig sind also nach Jesus auch diejenigen, die unter dem Tod eines lieben Angehörigen leiden; auch die, welche an den Gräbern Trost bei Gott suchen – und selig sind, die ihn finden in der Gewissheit, dass all unsere Zuwendung zueinander und zu Gott im Himmel reichlich belohnt werden wird.

«Geben ist seliger denn Nehmen» – in diesem Sinne verschenkt Jesus seine eigene Heiligkeit an alle, insbesondere an diejenigen, die leiden, wie ja auch er gelitten hat – und begründet so eine geistliche Gemeinschaft, die alles, was Menschen voneinander trennen kann, überwindet.

Pfr. Klaus Heinrich Neuhoff

 
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